Source link : https://tech365.info/europa-baute-wasserstoffinfrastruktur-statt-des-benotigten-stromnetzes-cleantechnica/
Assist CleanTechnica’s work by means of a Substack subscription or on Stripe.
Or assist our Kickstarter marketing campaign!
Die wichtigste politische Lehre aus dem 400 km langen europäischen Wasserstoff-Spine-Abschnitt ohne Lieferanten und ohne Abnehmer, einer Pipeline von nirgendwo nach nirgendwo, über den ich kürzlich geschrieben habe, ist, dass Dekarbonisierung an Nachfrage-Realismus scheitert oder gelingt, nicht an technologischer Ambition. Europa wusste bereits Ende der 2000er-Jahre, dass eine tiefgreifende Elektrifizierung von Verkehr, Gebäuden und Industrie die Stromnachfrage deutlich erhöhen würde. Konservative Szenarien von Übertragungsnetzbetreibern und akademischen Energiesystemmodellen zeigten konsistent einen Anstieg der Stromnachfrage um 40% bis 70% bis zur Mitte des Jahrhunderts, wobei ein großer Teil dieses Anstiegs nach 2020 vorgezogen eintrat, als Elektrofahrzeuge, Wärmepumpen und industrielle Elektrifizierung skalierten. Allein für Deutschland zeigten belastbare Projektionen einen Anstieg der jährlichen Stromnachfrage von rund 500 TWh auf etwa 650 bis 750 TWh im Zeitraum 2035 bis 2040. Diese Zahlen implizierten die Notwendigkeit eines frühen und kontinuierlichen Ausbaus der Übertragungskapazitäten, um erneuerbaren Strom aus dem Norden und Osten zu den industriellen Nachfragezentren im Süden und Westen zu transportieren.
Dieser Ausbau erfolgte nicht im erforderlichen Tempo. Deutschland baute Wind- und Solarkapazitäten deutlich…
—-
Author : tech365
Publish date : 2026-01-29 00:10:00
Copyright for syndicated content belongs to the linked Source.
—-
1 – 2 – 3 – 4 – 5 – 6 – 7 – 8